Implantate

 

Implantate

 

Auf der Suche nach adäquatem und funktionell hochwertigem Zahnersatz setzen immer mehr Zahnärzte Implantate ein, die mit zu den größten Errungenschaften in der Zahnmedizin zählen.

Seit über 50 Jahren bilden Implantate die Basis für einen guten Zahnersatz. Das natürliche Gesamtbild der Zahnreihen wird auch nach einem Zahnverlust durch eine implantatgetragene Krone optisch so wiederhergestellt, dass sich der eingefügte Ersatz meist nicht von den natürlichen Zähnen unterscheiden lässt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne nicht beschädigt wird, da diese bei dieser Behandlungsmaßnahme nicht als Brückenanker für eine Überkronung beschliffen werden müssen. Aufgrund ihres Aussehens werden Implantate von Patienten auch gerne mit einem „Dübel“ verglichen. Im Gegensatz zu einem „Dübel“ habe Implantate allerdings weitere Bedingungen zu erfüllen. Sie müssen in den Knochen einwachsen und den Kaubelastungen dauerhaft standhalten. Wenn die Implantate nach einer gewissen Einheilzeit von ca. 3-6 Monaten fest mit dem Knochen verwachsen sind, bezeichnet man diesen Zustand als Osseointegration. Darunter versteht man, dass lebende Knochenzellen bis unmittelbar an die Oberfläche des Implantatmaterials heranwachsen.

Auf diesem stabilen Fundament wird eine Krone, eine Brücke oder ein herausnehmbares Zahnersatzelement befestigt.

Implantate bestehen meist aus drei Teilen: Dem im Knochen verankerten Implantatkörper, dem Halsteil und der darauf befestigten Krone.

 

Foto: proDente e.V.

Illustration: proDente e.V.

 

Implantate, meist aus hochreinem Titan oder Keramik, übernehmen somit die Funktion der Zahnwurzel. Das hat den großen Vorteil, dass durch die Belastung des Knochens derselbige dauerhaft erhalten werden kann.

Voraussetzungen / Risiken

Implantate sind mit 95 Prozent Erfolgsquote eine sichere Zahnersatzlösung.
Selbst im hohen Alter lässt sich sicher und erfolgreich implantieren.
Dennoch gibt es auch für Implantate besondere Voraussetzungen und Risiken. die sich vorwiegend aus dem Gesundheitszustand des Patienten ergeben. Allgemeinmedizinische Gesundheitsprobleme, wie z. B. schlecht eingestellter Diabetes, Osteoporose oder ein durch Medikamente geschwächtes Immunsystem können einen erfolgreichen Einsatz von Implantaten möglicherweise gefährden.
Auch gefährden mangelhafte Mundhygiene, schwere Parodontitis der Nachbarzähne, extremer Alkohol- und Nikotinkonsum das Einheilen und die dauerhafte Implantaterhaltung.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist außerdem ein qualitativ und quantitativ ausreichendes Knochenangebot, welches jedoch auch im Vorfeld oder während der eigentlichen Implantatoperation aufgebaut werden kann.

Unser Ziel ist es, Ihnen zu einem optimalen Behandlungsergebnis zu verhelfen. Deshalb arbeiten wir mit spezialisierten und sehr erfahrenen Chirurgen zusammen, die als Fachleute die Implantation durchführen. Nach einer drei-sechsmonatigen Einheilzeit wird an der Durchtrittsstelle in die Mundhöhle das Zahnfleisch mit einem kleinen in das Implantat geschraubten Aufsatz ausgeformt. (Gingivaformer).

Anschliessend übernehmen wir die Versorgung mit dem nötigen Zahnersatz.
Das kann eine einfache Krone auf einem Implantat sein oder umfangreichere Konstruktionen.

Jede Art von Zahnersatz kann mit Implantaten fixiert werden. Stehen genügend Implantate als Verankerungselemente zur Verfügung, kann sogar fast immer auf herausnehmbaren Zahnersatz verzichtet werden und eine Brückenkonstruktion fest einzementiert werden. Diese Art von Zahnersatz ist die komfortabelste aber auch die aufwendigste. Je besser die Verankerung durch Implantate im Kiefer, desto komfortabler ist der darauf befestigte Zahnersatz.
Prinzipiell halten Prothesen besser, wenn man sie noch an Zähnen oder Implantaten fixieren kann. Deshalb kann man Totalprothesen wieder sehr guten Halt geben, wenn man sie an Implantaten verankert.

Nachkontrollen, Mundhygiene

Die nachhaltige Gesundheit und Funktionalität des Implantats und des Zahnersatzes kann nur durch gute Pflege und Mundhygiene gewährleistet werden. In individuellen Abständen, mindestens ein- bis zweimal im Jahr, muss eine Prophylaxeuntersuchung und eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden, um die Implantatumgebung entzündungsfrei und stabil zu halten. Wenn Sie es wünschen, erinnern wir Sie mit unserem Wiedereinbestellsystem an diese Prophylaxetermine.

 

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