Früherkennungsuntersuchungen

 

Früherkennungsuntersuchungen für Kinder ab 6 Monaten bis 33. Lebensmonat

 

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahnheilkunde weg von der kurativen hin zu einer präventiven Ausrichtung entwickelt. „Vorsorgen statt versorgen“ lautet die Devise.

Je früher wir das Fundament für eine dauerhafte Mundgesundheit legen, desto besser. Umso wichtiger ist es, bereits spätestens mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes mit der Prävention zu beginnen.

Foto: proDente e.V.

Die frühkindliche Karies ist nach wie vor ein großes Problem. Die Betreuung ausschließlich durch Haus- oder Kinderärzte während dieser Zeit reicht zur Senkung des Erkrankungsrisikos nicht aus. Immer häufiger weisen Kinder kariöse Zähne auf, wenn sie die zahnärztliche Gruppen -und Individualprophylaxe erreichen. Annähernd die Hälfte solcher Defekte, die bei der Einschulung festgestellt werden, entstehen in den ersten drei Lebensjahren. Deshalb wurde das Versorgungskonzept: „frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt.

Seit dem 1. Juli 2019 stehen gesetzlich krankenversicherten Kleinkindern zwischen dem sechsten und vollendeten 33. Lebensmonat drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zur Verfügung.

Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen setzen insbesondere bei den Ursachen frühkindlicher Karies (Early childhood caries, kurz ECC ) an, der inzwischen häufigsten chronischen Erkrankung bei Kindern im Vorschulalter. Sie beinhalten unter anderem die eingehende Untersuchung des Kindes, die Beratung der Eltern und eine Anleitung zum täglichen Zähneputzen beim Kleinkind. Dazu haben jetzt auch Kleinkinder bis zum vollendeten 33. Lebensmonat Anspruch auf eine Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack zweimal je Kalenderhalbjahr in der Zahnarztpraxis. Dem Entstehen frühkindlicher Karies, auch „Nuckelflaschenkaries“ genannt, kann so effektiv vorgebeugt und bestehender Initialkaries entgegengewirkt werden. Mit den Untersuchungen wird das Fundament für eine dauerhafte Zahn- und Mundgesundheit von gesetzlich versicherten Kindern gelegt. Alle Eltern sollten mit ihren Kindern die neuen Untersuchungen ab 1. Juli 2019 möglichst regelmäßig wahrnehmen.

Das Kinderuntersuchungsheft wurde um das zahnärztliche Kinderuntersuchungsheft ergänzt.

Dass sich frühzeitige und umfangreiche Präventionsmaßnahmen lohnen, belegen auch die Ergebnisse der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2016. Demnach sind heutzutage bereits acht von zehn der zwölfjährigen Kinder vollkommen kariesfrei.

 

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